Episode 115 / 26.10.2026
Dass sich Kultur und Sport mehr zu sagen haben, als beide Seiten meist annehmen, war die Vermutung, mit der wir vor einigen Wochen unseren kleinen Themenschwerpunkt Sport eröffnet haben. Heute führt uns diese Spur nach Lüneburg. Die SVG Lüneburg ist ein junger Verein, erst 2014 in die Volleyball-Bundesliga aufgestiegen, und hat seither keine Playoffs verpasst. Inzwischen spielt der Verein regelmäßig vor ausverkauftem Haus mit 3.200 Zuschauer:innen in einer eigenen Arena, ist im Europapokal eine feste Größe und hat im Frühjahr zum ersten Mal den DVV-Pokal gewonnen. Dass ein Standort dieser Größe so weit kommt, ist im deutschen Profisport eher die Ausnahme.
Einer der Gründe dafür ist unser heutiger Gast: Stefan Hübner, seit zwölf Jahren Cheftrainer der SVG, zuvor als Nationalspieler mit mehr als 200 Länderspielen und Stationen in der italienischen Liga selbst im Hochleistungssport zu Hause. Die Volleyball-Bundesliga hat gerade gestartet, zum Gespräch haben wir ihn mitten in der Saisonvorbereitung getroffen, in einer Phase, in der sich eine fast komplett neue Mannschaft erst kennenlernt.
Stefan Hübner war unser Wunschgast zum Thema Sport und Leadership – und zwar gerade deshalb, weil er so gar nicht dem Klischee des Anpeitschers und Lautsprechers an der Seitenlinie entspricht. Wie führt jemand, der sich im Spiel bewusst zurücknimmt? Wie wird Lernen in einem Team wahrscheinlicher, und wieso werden in Lüneburg junge Spieler offenbar schneller besser als anderswo?
Neben dem Thema Führung geht es auch um das Projekt SVG selbst, das mit einem Traum begann und bis heute mehr Start-up als Traditionsverein ist. Am Ende landet unser Gespräch bei einer Frage, die alle, die diesen Podcast hören, bestens kennen.
Shownotes
Im Gespräch mit Martin Zierold
Stefan Hübner ist seit 2014 Cheftrainer der SVG Lüneburg, die er vom Bundesliga-Aufsteiger zu einem der Spitzenclubs der Volleyball-Bundesliga geführt hat: 2026 erster DVV-Pokalsieg der Vereinsgeschichte, Hauptrundensieger, Finalist um die deutsche Meisterschaft und im CEV-Cup, regelmäßige Teilnahmen am Europapokal. Geboren 1975 in Bielefeld und in Hamburg aufgewachsen, begann er beim Eimsbütteler SV mit dem Volleyball, bestritt als Mittelblocker mehr als 200 Länderspiele für Deutschland und spielte ab 2000 für mehrere Clubs der italienischen Liga. Nach dem Karriereende trainierte er ein Jahr die TSG Solingen Volleys, bevor er nach Lüneburg wechselte.
Links
SVG Lüneburg
https://www.svg-lueneburg.de