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Beat Fehlmann – Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Folge 15 / 2. April 2020

In der heutigen 15. Folge des Podcasts befassen wir uns mit der Situation für Orchester. Beat Fehlmann, Intendant der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz berichtet, was ein Orchester im Home Office so macht, wo für klassische Musik neben Spotify, Idagio und der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker im Digitalen noch Platz ist und was die Rolle von klassischer Musik und Orchestern in und nach der Krise sein kann.

Shownotes

Im Gespräch mit Martin Zierold

Beat Fehlmann hat ein umfangreiches Musikstudium mit Abschlüssen in den Fächern Klarinette, Dirigieren und Komposition absolviert. Nach einer Assistenz für Heinz Holliger beim Collegium Novum Zürich begann eine intensive Tätigkeit als Gastdirigent verschiedener Orchesters und Ensembles. Als Komponist erhielt er für sein Orchesterwerk „mosaïque“ den Komponistenpreis des Göttinger Symphonie Orchesters. In Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Boswil hat er das Projekt „Young Composers Project“ initiiert. Als Klarinettist verfolgte er überwiegend Projekte mit experimentellem Charakter. Seit einigen Jahren konzentriert sich Beat Fehlmann nun hauptsächlich auf administrative Tätigkeiten. Wichtig für diese Entwicklung waren Weiterbildungen an der Universität Zürich, der German Graduate School und dem King’s College in London. Nach Stationen bei der Kammerphilharmonie Graubünden und der Philharmonie der Nationen arbeitete Beat Fehlmann 2013 bis 2018 als Intendant für die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz. Im September 2018 übernahm er die Intendanz der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz.

Im Schatten des Ersten Weltkriegs kamen im September 1919 engagierte Bürger in Landau zusammen, um die Gründung eines reisenden Landes-Sinfonieorchesters zu beschließen. Nach dem Gründungskonzert am 15. Februar 1920 brach das Orchester zu einer ersten Konzertreise durch die Pfalz und das Saarland auf. Damit begann die Geschichte der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, die mittlerweile auf eine 100-jährige Tradition zurückblicken kann.

Schon in den ersten Jahren erregte das Orchester unter dem Dirigat von Richard Strauss und Hermann Abendroth überregionale Aufmerksamkeit. Chefdirigenten wie Christoph Eschenbach und Leif Segerstam, heute Ehrendirigent, verhalfen dem Klangkörper zu internationaler Beachtung. Auch Michael Francis, der seit dieser Saison Chefdirigent der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist, wird zahlreiche neue Impulse geben und so die Tradition des Orchesters weiterschreiben.

Als Orchester ohne festes Haus ist die sinfonische Versorgung des Bundeslandes bis heute die wichtigste Aufgabe der Staatsphilharmonie. Mit über 100 Konzerten pro Saison bringt sie die Musik zu den Menschen. Gastspiele im In- und Ausland sowie die Zusammenarbeit mit international bedeutenden Dirigenten und Solisten bezeugen das hohe Ansehen, das der Klangkörper genießt. Vermittlungs- und Familienformate bereichern das Angebot für junge Menschen. Mit Probenbesuchen und Krabbelkonzerten werden bereits die Kleinsten an die Welt der klassischen Musik herangeführt. Regelmäßige Konzertmitschnitte durch den SWR und Deutschlandfunk Kultur sowie zahlreiche CD-Produktionen runden das vielfältige Tätigkeitsspektrum der Staatsphilharmonie ab.

Web: www.staatsphilharmonie.de

Surf-Tipp: www.junge-klassik.de

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