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Carsten Brosda – Kultursenator Hamburg

Episode 65 / 18. Dezember 2020

Zum Abschluss des Corona-Jahres 2020 ist bei „Wie geht’s Kultur“ erneut Dr. Carsten Brosda zu Gast. Wer könnte ein besserer Ansprechpartner für einen Jahresrückblick und – noch wichtiger – einen mutigen und hoffentlich auch ein wenig mutmachenden Ausblick auf das kommende Jahr sein, als der Kultursenator der Freien und Hansestadt Hamburg und frisch gewählte Präsident des Deutschen Bühnenvereins?

Shownotes

Im Gespräch mit Martin Zierold

Carsten Brosda hat sich nicht erst in der Pandemie immer wieder pointiert mit Reflexionen zur Rolle von Kunst und Kultur für eine demokratische, offene Gesellschaft zu Wort gemeldet. In den zurückliegenden Monaten der Krise war er sowohl lautstarker Kritiker der unreflektierten Eingemeindung von „Kultur“ unter die Oberbegriffe „Freizeit und Unterhaltung“ wie auch Mahner in Richtung der Kulturorganisationen, nicht auf eine Rückkehr einer vermeintlichen Normalität zu bauen, sondern mutig neue Wege zu gehen.

Mit Carsten Brosda sprechen wir heute, vor den Feiertagen, nicht über die Tagesaktualität, sondern über die großen Fragen: Unter anderem geht es darum, wie die Relevanz von Kunst und Kultur im Alltag von Gesellschaft erfahrbar werden kann, wie es gelingen kann, 2021 nicht nur die Gegenwart der unmittelbaren Krise zu managen, sondern Ideen für eine lebenswerte Zukunft zu entwerfen und gesellschaftlich zu diskutieren, warum ihm als Präsident des Bühnenvereins die vertrauten Narrative aus behäbigen Institutionen und kreativer freier Szene zu kurz greifen – und was er jungen Künstler:innen und Studierenden antwortet, die mit Existenzängsten in die Zukunft schauen.

Dr. Carsten Brosda ist Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie und Co-Vorsitzender der Medien- und Netzpolitischen Kommission des SPD-Parteivorstands sowie Präsident des Deutschen Bühnenvereins. Zuvor war er in Hamburg Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales und Bevollmächtigter des Senats für Medien. In Berlin hat er davor als Leiter der Abteilung Kommunikation des SPD-Parteivorstands sowie als stellvertretender Leiter des Leitungs- und Planungsstabes im Bundesministerium für Arbeit und Soziales gearbeitet. Er hat Journalistik und Politik an der Universität Dortmund studiert, bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung volontiert und wurde zum Thema „Diskursiver Journalismus“ promoviert.
Im Verlag Hoffmann und Campe veröffentlichte Dr. Carsten Brosda zuletzt den Essay „Ausnahme / Zustand“, der sich mit politischen Herausforderungen nach der Corona-Pandemie beschäftigt.

Links

Link zum Ersten Gespräch mit Carsten Brosda
Wie geht’s? Episode 53, 11. August 2020

Publikationen: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/ausnahme-zustand-ebook-14279/
Redemanuskripte, Videobeiträge und Artikel: https://www.hamburg.de/bkm/reden-praeses/
Newsletter „Kurzer Dienstweg“ der Behörde für Kultur und Medien:https://www.hamburg.de/bkm/newsletter-kurzer-dienstweg/
Twitter-Profil: https://twitter.com/CarstenBrosda

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